Aktuelles - Islam in Deutschland

CDU-Generalsekretär beklagt Islamfeindlichkeit!
Der CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat feindselige Reaktionen im Internet auf die Integrationskonferenz seiner Partei beklagt. "Mir ist in manchen Beiträgen blanker Hass entgegengetreten, den ich in dieser Form noch nie erlebt hatte", sagte Tauber der "Welt". "Diejenigen, die im Netz so massiv reagieren, erreicht man nicht mehr mit rationalen Argumenten." Tauber kritisierte: "Wir haben Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus allen Kulturen eingeladen. Die massive Kritik in den sozialen Netzwerken konzentrierte sich aber ausschließlich auf muslimische Zuwanderer."
http://nr.news-republic.com/Web/ArticleWeb.aspx?regionid=9&articleid=31073611

Wir von der DML fragen uns allerdings, ob die CDU/CSU sich angesichts ihres bisherigen Umgangs mit Muslimen und Islam in Deutschland nicht an die eigene Nase fassen muss? Erst am 12.11.2014 ließ der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn die Öffentlichkeit wissen: „Der Satz von Christian Wulff, dass der Islam zu Deutschland gehöre, war mir zu pauschal.“

SCHULE: HORT DES LERNENS FÜR ALLE? Ein Vergleich

 

a) Schweiz: Glaubens- und Gewissensfreiheit - Gericht erlaubt Kopftuch in der Schule
Das sankt-gallische Verwaltungsgericht stellt sich gegen ein Kopftuchverbot im Schulunterricht. Es hat die Beschwerde einer
muslimischen Schülerin aus St. Margrethen geschützt, welche die Familie mit Unterstützung des islamischen Zentralrats der Schweiz
eingereicht hatte.
http://www.nzz.ch/schweiz/muslimin-darf-mit-kopftuch-zur-schule-gehen-1.18423567

b) Deutschland 1: Muslima mit Mütze
„In der Arbeit darf sie nur Mütze tragen - die Schulleitung will es so. Dabei ist das Kopftuch für die Konvertitin aus München ein Stück Freiheit. (…) Sie ist gebildet, schlagfertig, wortgewandt. Sie geht joggen, unterrichtet Yoga, lernt massieren - mit Kopftuch. Nur in der Schule muss sie sich verstecken. Sie versteht das nicht. "Die Schüler können mich danach bewerten, was ich kann. Nicht wie ich aussehe." Außerdem gebe es wichtigere Fragen im Berufsleben. "Wieso reden wir nicht über Gleichberechtigung am Arbeitsplatz oder Kinderbetreuung?", fragt Jansen. "Wieso müssen wir über ein Stück Stoff sprechen?“
http://www.sueddeutsche.de/leben/vom-christentum-zum-islam-muslima-mit-muetze-1.2209474

c) Deutschland 2: Führt der Weg zur Borniertheit über Bornheim?
Seit vier Jahren gehen zwei muslimische Mädchen auf eine internationale Privatschule in Köln, deren Träger in Bornheim sitzt, und die sich am englischen Schulsystem orientiert. Eine Schule, die damit wirbt neutral, überkonfessionell und diskriminierungsfrei zu sein. Doch beim Respekt vor der religiösen Überzeugung von zwei Muslimas wirft die Schulleitung ihre guten britischen Vorsätze in Sachen Fairplay über Bord.

Wir von der DML sind nicht „amused“, denn der Verweis der Schule auf die festgelegte (britische) Schuluniform ist hanebüchen, hat doch
bereits im Jahr 2005 das zweithöchste britische Gericht zugunsten der britischen Muslima Shabina Begum entschieden, mit Kopftuch UND dem mantelähnlichen Gewand, dem „Dschilbab“, am Schulunterricht teilzunehmen. Nach Auffassung der Richter wurde Shabina Begum das Recht verweigert, sich durch die Kleidung zu ihrer Religion zu bekennen; sie hätte nicht vom Unterricht ausgeschlossen werden dürfen. Wenn sich die Schule am britischen Schulsystem orientiert, dann sollte sie es aus Sicht der DML nicht selektiv tun!

Siehe hier: http://www.rundschau-online.de/bonn/vor-gericht-privatschule-verbietet-kopftuch-im-unterricht,15185502,28911100.html


und hier: http://www.spiegel.de/schulspiegel/englische-schulen-muslimin-darf-bodenlanges-gewand-tragen-a-344372.html

Plakat-Aktion: „Wir sind Alle Marwa“

 

Bis zum 1. Juli werden sich Mitglieder des "Rats muslimischer Studierender und Akademiker" (RAMSA), ihre Familienangehörigen, Freunde, Kommilitonen sowie Unterstützer aus anderen muslimischen Organisationen, andere Religionsgemeinschaften, Politik und Gesellschaft an einer Fotoaktion beteiligen, in der sie darauf aufmerksam machen, dass die Ideologie, die hinter dem Mord an Marwa el-Sherbini steht, noch immer eine Gefahr für Menschen in unserer Gesellschaft ist. Parallel werden einzelne dem RAMSA angeschlossene Hochschulgruppen in verschiedenen Städten inhaltliche Veranstaltungen organisieren, in denen eingehender über den antimuslimischen Rassismus aufgeklärt wird.

 

Alle Interessierten werden eingeladen, sich an der Fotoaktion zu beteiligen, um ihre Solidarität mit der Forderung und den Opfern antimuslimischer Gewalt zu zeigen, sowie die von den Mitgliedern des RAMSA ausgerichteten inhaltlichen Veranstaltungen zu besuchen.

 

Die vier Plakate der Plakataktion sind im A3 Format oder im A4 Format zum heruntergeladenverfügbar. Nach dem Download können Sie die Plakate ausdrucken und Sich mit einem der Plakate ablichten lassen. Die Bilder können Sie dannhier hochladen.

 

Alle Infos: http://www.tag-gegen-antimuslimischen-rassismus.de/wir-sind-alle-marwa

 

Christian Wulff besucht Muslime in Delmenhorst (July 2014)

„Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Auch mit diesem Satz wird der ehemalige Bundespräsident in Erinnerung bleiben. Beim Iftar-Mahl in Delmenhorst frischt er sein Engagement für die Integration auf.

http://www.nwzonline.de/delmenhorst/alt-bundespraesident-kommt-zum-iftar-mahl-christian-wulff-besucht-muslime-in-delmenhorst_a_16,0,1499430924.html

 

Schulministerin Sylvia Löhrmann zu Muslimen:

"Sie alle bereichern unser Land"

"Es war bundesweit der erste seiner Art: der "Tag des christlich-islamischen Dialogs". NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann rief die Religionen dazu auf, Botschafter des Friedens zu sein. (...)"

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/schulministerin-zu-muslimen-sie-alle-bereichern-unser-land-aid-1.4233155

 

Der segensreiche Fastenmonat Ramadan beginnt in diesem Jahr inschaAllah am 28.06.2014. Die DML wünscht allen Muslimen, die in der Lage sind den Ramadan-Geboten zu entsprechen, eine besinnliche und erfolgreiche Fastenzeit.

Gerne möchte wir an dieser Stelle auf eine Broschüre der „iga“ (initiative für gesundheit und arbeit) aufmerksam machen. Mit dieser Broschüre wirbt die „iga“ nicht nur für Verständnis für fastende muslimische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, sondern zeigt auch Wege und Möglichkeiten auf, wie das islamische Fastengebot erfolgreich in den Alltag einer nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft integriert werden kann.

Arbeiten im Ramadan
iga-Broschuere-Ramadan_Arbeiten_final.pd
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Imam Ahmad el-Khalifa im Interview:

„München ist Vorreiter bei der Integration von Muslimen“

Mehr als hunderttausend Muslime leben in München - das ist gut ein Zehntel der Stadtbevölkerung. Doch wie ist ihre Situation in Bayerns Hauptstadt? FOCUS Online hat nachgefragt bei Imam Ahmad el-Khalifa.

http://www.focus.de/regional/muenchen/imam-ahmad-el-khalifa-im-interview-muenchen-ist-vorreiter-bei-integration-von-muslimen_id_3676218.html

 

SPD-Mitglieder wollen Muslime-Arbeitskreis gründen

Berlin (KNA) Ein erster Partei-Arbeitskreis von Musliminnen und Muslimen auf Bundesebene konstituiert sich am Freitag in der SPD. Zum Initiatorenkreis gehören die Religionspädagogin Tuba Isik sowie Lydia Nofal, die sich im Berliner «Netzwerk gegen Diskriminierung von Muslimen» engagiert. Die neue Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und stellvertretende SPD-Vorsitzende, Aydan Özoguz, wird dem Kreis nach Angaben der Partei ebenfalls angehören.

http://www.islamische-zeitung.de/?id=17639

 

NRW Integrationsminister Schneider:

Islamische Religionsgemeinschaften sollen Kirchen gleichgestellt werden

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen denkt laut Integrationsminister Guntram Schneider über eine rechtliche Anerkennung der muslimischen Religionsgemeinschaften nach. Auch eine Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts sei möglich.

http://www.islamiq.de/2014/02/25/islamische-religionsgemeinschaften-sollen-kirchen-gleichgestellt-werden/

 

Aufbau der größten islamischen Fachbibliothek Europas mit einem Zielbestand von 100.000 Werken zu einem Viertel abgeschlossen

Vor ungefähr 5 Jahren startete das Kulturhaus der europäischen Muslime (KUDEM) unter der wissenschaftlichen Begleitung des Instituts für Islamische Studien und Interkulturelle Zusammenarbeit (IFIS&IZ) ein großartiges Projekt in Mannheim: der Aufbau der umfangreichsten Fachbibliothek Europas zur islamischen Theologie und Orientalistik mit einem mehrsprachigen Bestand von 100.000 Werken.

http://islam.de/23139.php

 

Interview mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann

Islamischer Religionsunterricht als wichtiger Integrationsbeitrag

Nordrhein-Westfalen nimmt bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen eine Vorreiterrolle ein. Bereits seit August 2012 steht dort der islamische Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach auf dem Stundenplan.

http://de.qantara.de/content/interview-mit-nrw-schulministerin-sylvia-loehrmann-islamischer-religionsunterricht-als

 

Niedersachsen: Lehrermangel wegen Kopftuchverbot

 

Die Muslime sehen den Start islamischen Religionsunterrichts in Niedersachsen durch das Kopftuchverbot an den Schulen behindert. Zur Einführung des Islamunterrichts als Regelfach zum Schuljahresstart gebe es einen Lehrermangel, der auch mit dem Kopftuchverbot zusammenhänge, sagte der Geschäftsführer des Beirats für den Islamischen Religionsunterricht, Firouz Vladi, am Dienstag. Gerade an Grundschulen, wo vor allem Frauen unterrichteten, gebe es für muslimische Frauen mit Kopftuch eine Zulassungshürde. "Darüber reden wir noch mit der neuen Landesregierung, wie wir zu einer Lösung kommen können."

 

Es gebe weiterhin Skepsis gegenüber dem Tragen von Kopftüchern an Schulen, sagte eine Sprecherin der Landesregierung. Bei den laufenden Gesprächen mit den muslimischen Verbänden zu einem Staatsvertrag werde aber auch über diese Thematik gesprochen, pragmatische Lösungen seien denkbar.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Lehrermangel-wegen-Kopftuchverbot

 

Plätzereservierung und Aufarbeitung beim NSU-Prozeß

 

"In diesem Gerichtsprozess geht es um mehr als die Zulassung türkischer Medien in die Verhandlung. Es geht auch darum, Schlampereien bei der Aufklärung der Morde zu benennen. Es geht darum, zu prüfen, ob es stimmt, was Markus Decker im „Kölner-Stadt-Anzeiger (KSTA)“ schreibt: „Dass es eine geistige Nähe zwischen Teilen des Inlandsgeheimdienstes und rechten Kreisen gibt“. Decker schreibt, dass es „Zeitgenossen“ gebe, die dies schon „längst für ausgemacht“ halten. Andreas Förster von der „Frankfurter Rundschau (FR)“ ergänzt, dass es ein „über Jahrzehnte gewachsene[s] soziale[s] und politische[s] Beziehungsgeflecht in der rechtsextremen Szene […], das der Zwickauer Zelle Rückhalt geben konnte“, existiert.

Die rechtsradikale Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“, deren Unterstützer und Helfershelfer bestehen nach letzten Erkenntnissen weder aus drei Personen noch aus 129 Personen, so wie in den letzten Tagen erklärt wurde, sondern aus viel mehr Menschen. Förster bezeichnet es als „bemerkenswert“, dass es unter den 129 Verdächtigen „acht inzwischen enttarnte V-Leute des Verfassungsschutzes und – in einem Fall – des Berliner Landeskriminalamts auftauchen“." Quelle: 

http://www.migazin.de/2013/04/03/nsu-prozess-justitia-kommunikationsdesaster/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+migazin+%28MiGAZIN%29

Big brother is teaching you -

Der Verfassungsschutz auf Bildungs(ab)wegen  

Analyse des Aktionsbündnis muslimischer Frauen e.V.

 

(...) "So wichtig die Aufklärung über Extremismus jeglicher Couleur ist, so deutlich wird im Hinblick auf die Materialien zum Islam, dass Mitarbeiter des Verfassungsschutzes – abgesehen von der Frage, ob ihre Behörde überhaupt einen Bildungsauftrag hat oder sich in diesem Feld betätigen darf – dazu nicht geeignet sind. Ihre einseitige auf Gefahrenabwehr gerichtete Sichtweise kann dazu führen das Demokratieverständnis einer ganzen Generation von Schülern zu verzerren.

 

Im Hinblick auf die Lehrer und Lehrerinnen, die ihre minderjährigen Schüler und Schülerinnen vor potentiellen Rattenfängern schützen wollen, ist kaum zu erwarten, dass sie nach der massiven Berieselung durch tendenziöse Tagungen, Comics, Handreichungen, vorgefertigte Arbeitsblätter und undifferenzierte Infobroschüren die Denkweise ihrer Schutzbefohlenen mit ausreichendem Augenmaß beurteilen werden können.

 

Es besteht die Gefahr, dass muslimische Jugendliche, die bestimmte Auffassungen vertreten, zu Unrecht in Verdacht geraten und als „Islamisten“ abgestempelt werden. Lehrer könnten dazu animiert werden, vermeintlich islamistische Schüler zu beobachten und später vielleicht auch zu melden; die im Rahmen der Plakataktion gegründete Beratungsstelle des BAMF steht bereit.

 

Die Nicht-Beteiligung muslimischer Vereine/VerbändeRepräsentanten an dem gesamten Material spricht für ein tiefes Misstrauen der staatlichen Seite oder aber die Auffassung, diese Organisationen seien

zu einer fachlich qualifizierten Zusammenarbeit schlicht unfähig. Stattdessen interpretiert der Staat, manchmal ohne, manchmal unter Hinzuziehung fadenscheiniger Quellen, die islamische Religion lieber selbst und überschreitet damit rechtliche Grenzen.

 

Das alles wird nicht zu mehr Schutz vor Extremismus führen, sondern zur Verhärtung der Fronten."

 

Wesseling, 12. März 2013

 

Aktionsbündnis muslimischer Frauen e. V.

E-Mail: info (at) muslimische-frauen.de

www.muslimische-frauen.de

Die gesamte Analyse findet sich hier:
Big-brother-is-teaching-you-Der-Verfassu
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