Aktuelles

der Deutschen Muslim Liga

19 Sekunden

Der Terroranschlag auf Muslime in Quebec war dem Flaggschiff der deutschen Nachrichtensendungen, der „tagesschau“, ganze 19 Sekunden von 15 Minuten Berichterstattung wert. Hier der Protest-Brief von M. Belal El-Mogaddedi an die zuständige Redaktion in Hamburg, die das Schreiben bis heute nicht beantwortet hat:

 

Dr. Kai Gniffke

Persönlich

NDR/ARD-aktuell
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg

redaktion@tagesschau.de

Betreff: "tagesschau" vom 30.01.2017

 

Sehr geehrter Herr Gniffke

 

gestern (am 30.01.2017) habe ich mir die "tagesschau" auf der ARD angesehen. Der Terroranschlag von Quebec, den man aber nicht Terroranschlag nannte (Ein linguistischer Distanzierungsmarker? Oder wird Terrorismus seitens der ARD ausschließlich auf Muslime projiziert?), auf muslimische Betende in Quebec, mit sechs Toten und fünf zum Teil schwer verletzten Muslimen, war Ihrer Nachrichtenredaktion ganze 19 Sekunden von insgesamt 15 Minuten Berichterstattung wert.

 

Die Nachricht zum anti-muslimischen Terroranschlag in Quebec war die drittletzte (!) Meldung der Sendung, nach dem Rücktritt von Bahnchef Grube (als ob dieser ein Weltuntergang wäre.), dem von Trump erlassenen rassistischen Einreiseverbot (das bereits anderweitig vorwärts und rückwärts diskutiert worden war.), Bundeskanzlerin Merkels Äußerung dazu (okay, nicht uninteressant), der Äußerung der DIHK/Industrie- und Handelskammer zu Trump (die vollkommen unwichtig war.), einem Bericht zum Ukraine-Konflikt (der uns schon seit Jahren beschäftigt und überhaupt keine nachrichtliche Neuigkeit darstellt.), Fragen nach Martin Schulz's Wahlprogramm (das es noch nicht gibt.), Wahl des Präsidentschaftskandidaten der französischen Sozialisten (eine Person, die kaum jemand kennt, und die die Wahl laut Analysten bereits jetzt schon verloren hat!).

 

Muslime, die durch nicht-muslimische, rassistische LePen-Anhänger (LePen's Tote?) ermordet werden, scheinen keinen nachrichtlich relevanten Stellenwert bzw. nachrichtliche Priorität bei der ARD zu besitzen. (Von Brennpunkt oder Sondersendung ganz zu schweigen.)

 

Können Sie mir diesen entwürdigenden und beschämenden Vorgang bitte erklären?

 

Als deutscher Gebührenzahler bin ich angesichts dieser ausgrenzenden und die Muslime degradierende Beschaffenheit der Nachrichtensequenz Ihrer Sendung nicht nur fassungslos sondern auch hochgradig empört.

 

In Erwartung Ihrer klärenden Stellungnahme, verbleibe ich,

 

mit freundlichem Gruß

 

M. Belal El-Mogaddedi

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DML-Mitglied Peter Schütts Beitrag aus Anlass des diesjährigen Valentinstages

 

ZUM VALENTINSTAG:

 

MEIN ALTWEIBERSOMMERNACHTSTRAUM und MEIN JIHAD FÜR DIE
LIEBE

 

Zum heutigen Valentinstag wünsche ich allen Liebenden, gleichen welchen Geschlechts, welchen Alters, welcher Sprache, welche Hautfarbe und welcher Religion Glück, Erfüllung und Gottes Segen. Der Heilige Valentin war der Legende nach ein Priester, der Paare heimlich getraut hat. Seine Verehrung als Schutzpatron der Liebenden ist älter als gemeinhin angenommen. Ein Gedicht des englischen Dichters Chaucer feiert den Valentinstag als den Tag, an dem die Vögel Hochzeit feiern und mit dem Nestbau beginnen. Auch im Iran und in anderen islamischen geprägten Ländern erfreut sich der Tag steigender Beliebtheit – vor allem bei Liebenden, die ihre Liebe verheimlichen müssen. In Saudi-Arabien wurde er darum in aller Form verboten.

 

 

 

Ich nehme diesen Festtag der Liebe zum Anlass, um im stolzen Alter von 77 Jahren das bevorstehende Erscheinen meiner neuen Sammlung von Liebesgedichten anzukündigen: „Altweibersommernachtstraum. Westöstliche Liebesgedichte. Mit einem Nachwort: Mein Jihad für die Liebe.“

 

(180 Seiten, 16.00 Euro im Theorie und Praxis-Verlag, Goldbachstr. 2, 22765 Hamburg, Mail: info@tup-verlag.com, tel. 040/38086 906).

 

 

 

Um heimliche Liebe geht es auch in meinem poetischem „Taj Mahal“ für meine

 

unnahbar nahe Geliebte. Wir mussten unsere Annäherung jahrelang geheim halten, und auch meine Texte hüten das Geheimnis. Meine Angebetete trägt einen Phantasienamen, und das Land, aus dem sie stammt, heißt: Kannitverstan.

 

 

 

Mit meiner Liebeslyrik stelle ich mich bewusst in eine altehrwürdige Tradition. Ich greife Motive aus Goethes „westöstlichem Diwan“ und von Claudius, Klopstock und Rückert auf. Aber vor allem beziehe ich mich aber auf die Altmeister der orientalischen Liebesdichtung, auf Rumi, Hafez und den Laila-und-Madschnun-Schöpfer Nizami. Meine am häufigsten zitierte Quelle ist der Koran, den ich erotisch, mystisch und kosmisch als Lehrbuch zur Menschen- und zur Gottesliebe lese – im erklärtenWiderspruch zu all den Wortverdrehern, die das Heilige Buch der Muslime mit einem Strafgesetzbuch verwechseln.

 

 

 

Mein 12. Gedichtbuch ist ebenso kunst- wie anspruchsvoll mit Kalligraphien und Federzeichnungen von Ahmed Kreusch, der auch den Umschlag – eine rote Rose mit der „Bismillah“ - gestaltet hat, illustriert. Fünf von meinen sechzig Gedichten sind von erfahrenen Übersetzern ins Arabische, Persische, Türkische, Indonesische und Urdu übertragen worden. Sie stehen im Buch neben dem Original und unterstreichen meinen Wunsch, mit meinen Versen auch in die islamisch geprägte Welt hineinzuwirken.

 

 

 

Am Nourusfest, dem Tag des Frühlingsanfangs, am Montag, dem 20. März 2017, um 19.00 Uhr möchte ich mein Buch in der „Paschmin Art Gallery“, Gotenstr. 21, 20097 Hamburg, vorstellen. Prof. Dr. Karam Khella wird mich begrüßen, Ahmed Kreusch wird dabei sein, und meine Übersetzer werden ihre Übertragungen vortragen.

 

 

 

Mit lieben Grüßen

 

Peter Schütt

 

Der „IS“ aus islamischer Perspektive.

Unser Vereinsmitglied M.B. El-Mogaddedi hielt im Rahmen eines Fachgesprächs mit dem Titel „Gottes Wille? „Islamischer Staat“ – Ausdruck religiösen Gewaltpotenzials oder profanen Machtstrebens? am 07.11.2016 einen Vortrag zum Thema: Der „IS“ aus islamischer Perspektive.

 

"(...) Der so genannte „Islamische Staat“, arabisch Da'esch, eine Abkürzung für „Daula Islamiyya fil Iraq wa Scham“, ist in Wahrheit ein Anti-Islamischer Staat. Nicht
wenige Muslime übersetzen das Kürzel „IS“ mit „Iblis Staat“. Iblis ist der Name
Satans im Quran, der „IS“ ist also für viele Muslime ein teuflisches Staatsgebilde.
Hiermit könnte aus einer muslimischen bzw. islamischen Perspektive eigentlich die
Diskussion über Da'esch bzw. „IS“ beendet werden. Doch so einfach macht es die
nicht-muslimische Umwelt einem Muslim nicht. (...)"

 

Der ganze Vortrag hier:

 

Fachgespräch Mogaddedi.pdf
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Erklärung der Deutschen Muslim Liga

zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin:

 

"Wir trauern mit den Angehörigen, die ihre Liebsten verloren haben und beten und hoffen, dass die Verletzten wieder genesen. Voller Verachtung wenden wir uns von denen ab, die sich mit ihren schändlichen Taten hinter einer Religion verstecken. Mörder sind Mörder. Ob in Aleppo, Ankara oder Berlin.

 

Lasst uns in Deutschland, in Europa, in der Welt gemeinsam zusammenstehen. Lasst uns als Juden, Christen, Muslime, als Zweifler, Agnostiker und Atheisten den Gewalttätigen und Terroristen dieser Erde die Stirn bieten. Den Spaltern, den Nihilisten und denen, die andere Menschen verachten, Rassismus, Zwietracht und Hass säen, rufen wir laut entgegen: Ihr möget laut schreien, wahllos töten, aber ihr werdet nicht gewinnen". 

 

Im Quran, Sure Al-Maida, Vers 32 steht geschrieben:

„(…) wer einen Menschen tötet (…), es so sei, als hätte er alle Menschen getötet, und wer ihm das Leben erhält, es so sei, als ob er der ganzen Menschheit das Leben erhalten hätte.“

 

... und in einem Hadith des Propheten (sas) heißt es:

 

“Wer einen Menschen tötet, der einen Pakt mit den Muslimen geschlossen hat, wird nie den Duft des Paradieses riechen.” (Aus der Hadith Sammlung von Sahih Muslim)

 

“Seid gewarnt! Wer grausam und hart zu einer nicht-muslimischen Minderheit ist; oder ihre Rechte beschneidet; oder ihnen mehr aufbürdet, als sie ertragen können; über den werde ich [Prophet Muhammad] mich am Tag des Gerichts beklagen.”

(Aus der Hadith-Sammlung von Abu Dawud)

 

Diesen Geboten des Islam fühlt sich die überwältigende Mehrheit der Muslime verbunden.

 

Unsere Antwort auf den Anschlag in Berlin lautet:

Mehr Zusammenhalt - Mehr Einigkeit - Weniger Populismus - Weniger AfD

 

Muslime verurteilen den terroristischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin auf das Schärfste

 

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) verurteilt den feigen terroristischen Anschlag auf den Weihnachstmarkt in Berlin auf das Schärfste.

 

„Terror hat wieder einmal sein schreckliches Gesicht gezeigt. Er macht keinen Halt vor unschuldigen Menschen und vor dem, was den Menschen heilig ist. In einer für die Christen sehr bedeutenden und besinnlichen Zeit brachte er Trauer und Leid in die Familien. Wir sind zutiefst erschüttert und verurteilen den feigen Anschlag auf das Schärfste. Wir sind mit unseren Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.“, so der Sprecher des KRM Erol Pürlü.

Wir rufen Dienstag um 17:00 Uhr zu einer Mahnwache an der Gedächtniskirche unter dem Motto "Gemeinsam gegen Hass" auf.

 

Der Koordinationsrat der Muslime wurde  2007 von den vier islamischen Verbänden DITIB, VIKZ, Islamrat und ZMD gegründet. Die DML ist Gründungsmitglied ZMD. (Foto rechts: Screenshot RBB Beitrag zur Gedenkveranstaltung in der Gedächtniskirche.)


Muslime gedenken und gratulieren zu Prophetengeburtstagen im Dezember

 

Jährlich (am 12. Rabi’ Al-Awwal islamischer Zeitrechnung) gedenkt die muslimische Welt der Geburt des Gesandten Allahs, Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, dem Siegel der Propheten. Er wurde als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt, als Rufer zu Allah und als eine strahlende Leuchte, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden. Seine Geburt war mit großen Zeichen und besonderen Ereignissen verbunden. Ganzer Artikel.

Gleichzeitig gratulieren Muslime ihren christlichen Freunden zum Geburtstag des Propheten Jesus (as), welchen die Muslime ebenso kennen und ehren und dessen Geburt die christliche Welt am 24. Dezember bzw. 6. Januar begeht. Und unseren abrahamitischen Freunden, den Juden, gratulieren wir zum Hanukkah-Fest, welches aufgrund des Mondkalenders wie bei den Muslimen, ebenfalls im Dezember stattfindet!


CARSTEN NIEBUHR IN LÜDINGWORTH GEEHRT

- Ein Bericht über unser Mitglied Peter Schütt

 

Herder, Goethe und Wieland nannten ihn „den ersten deutschen Hadji“ und zogen ihn gern zu Rate: Carsten Niebuhr. Seine „Reisebeschreibung nach Arabien und anderen umliegenden Ländern“, die l772-78 in drei Prachtbänden in Kopenhagen erschien, enthält in der Tat die erste genaue Beschreibung der Heiligen Stätten des Islam und der Wallfahrtsriten.

 

Niebuhr hatte von l761 bis 1767 im Auftrage des dänischen Königs den Orient von Kairo bis Bombay bereist und erforscht. Auch wenn er selbst nicht bis Mekka und Medina reisen konnte, hatte er doch während seines halbjährlichen Aufenthaltes im nahen Jeddah von der Pilgern so viele Berichte erhalten, dass er die muslimischen Heiligtümer exakt schildern und zeichnen konnte. Carsten Niebuhr wurde l733 als Bauernsohn in dem kleinen Ort Lüdingworth im Lande Hadeln, heute einem Stadtteil von Cuxhaven, geboren. Lange Zeit war er in seinem Heimatort so gut wie vergessen. Doch seit einigen Jahren bemüht sich der Geschichts- und Heimatverein des Dorfes mit bescheidenem Erfolg, die Erinnerung an seinen berühmtesten Sohn wieder zu beleben. Vor dem „Bauerndom“, einer spätromanischen Felssteinkirche, in der Niebuhr getauft und eingesegnet wurde, steht jetzt eine markante Statue des Bildhauers Frijo Müller-Belecke, die den Weitgereisten mit Turban, Kaftan und Säbel darstellt. In einem neu eingerichteten Gedenkraum werden Originalausgaben und Handschriften gezeigt.


Genau 250 Jahre nach dem Forschungsaufenthalt Niebuhrs in Jeddah und im Jemen haben die Lüdingworther Orientfreunde einen Gast eingeladen, der wie kein zweiter deutscher Autor berufen scheint, das Erbe des ersten deutschen Hadji zu würdigen,den deutsch-muslimschen Dichter Peter Schütt. Schütt, der in einerm Nachbardorf von Lüdingworth, in Basbeck am Moor, geboren und aufgewachsen ist, bekannte sich 1991 zum Islam, machte l996 seine Hadsch und veröffentlichte danach unter dem Titel „Von Basbeck am Moor über Moskau nach Mekka. Stationen einer Lebensreise“ seine Autobiographie, zu deren Beginn er sich ausdrücklich auf Carsten Niebuhr bezieht.


Im vollbesetzten Saal des „Norddeutschen Hofes“ berichtete der Autor am 30. November über die enorme Wirkung von Niebuhrs Reiseberichten, die rasch auch ins Englische, Französischen und bald darauf auch ins Persische, Russische und Arabische übersetzt wurden. Er trug eine auf plattdeutsch verfasste Ballade über einen legendären Haremsbesuch des Orientreisenden vor und berichtete den erstaunten Zuhörern, unter ihnen zwei Nachkommen Niebuhrs in achter Generation, über seine Eindrücke und Empfindungen bei der ersten Begegnung mit der Kaaba, die Niebuhr einst als „Stein der Weisen“ gedeutet hatte.

 

 

 

The European Muslim Network on the current situation in Aleppo and Syria.

 

(...) The sufferings of the people of Aleppo and the massive bombardment and destruction of the city make us speechless. The images reaching us from Aleppo remind us of the images of the Second World War that we have seen in books of history. Aleppo is bleeding to its death. The people of Aleppo, indeed the people of Syria are tired, they want peace, and they want an end to the conflict in their homeland. Only the extremists and some warlords benefit from the continuation of the ghastly war in Syria.

 

(...) in Aleppo crimes against humanity are committed against the people of Syria.
The European Muslim Network based in Brussels appeals to all sides involved in the war in Syria to assume responsibility for the suffering humanity of Aleppo.

 

(...) For the sake of the people of Aleppo, for the sake of peace in Syria both sides need to make fundamental concessions. Both sides have to face the fact that the continuation of war will not produce an ultimate winner of the war in Syria. All Syrians are losing in this war. After five years of war, devastation and immense sufferings it is without a doubt difficult for Syrians to negotiate with the enemy.

 

(...) Almost half a million of Syrians are dead, millions have been displaced internally or become refugees. How many more people have to die before reason silences the guns in Syria?

 

Der ganze Text hier:

1 EMN Statement on Syria.pdf
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Note 6 für die CSU - 

Islampapier voller Fehler und falschen Behauptungen.

 

Ein Mitglied der DML hat sich die Mühe gemacht und das Themenpapier des Arbeitskreises Migration und Integration der CSU mit dem Titel „Welcher Islam gehört zu Deutschland?“ durchgearbeitet. Wir haben die Kommentare unseres Mitglied zu dem sinnfreien Papier - im Originaltext Grün markiert - und sind gespannt darauf, was von diesem hanebüchenen Entwurf die CSU im November 2016 im Rahmen ihres Grundsatzprogramms nun verabschieden wird...

 

Hier kann das kommentierte Themenpapier abgerufen werden:

DML Kommentar CSU Themenpapier Islam.pdf
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Beim Thema Islam liegt die CSU leider oft falsch:  

 

Ausgehend von der folgenden Meldung:

Religionsbehörde entsandte 970 Imame nach Deutschland

 

Die türkische Regierung hat offenbar Einfluss auf Prediger in deutschen Moscheen. Die CSU will die Finanzierung der Programme stoppen. Bei deutschen Politikern stößt die Praxis der Entsendung von Imame.n auf starke Kritik.

 

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/moschee-deutschland-tuerkei-imame

 

Wir bei der DML haben uns gefragt, wie es eigentlich bei den deutschsprachigen Christen im In- und Ausland ausschaut, und sind dabei auf diese interessanten Informationen gestoßen:

 

Import-Priester in Deutschland

 

Nach den aktuellsten Zahlen von 2011 sind 1.742 Priester aus dem Ausland in Deutschland tätig, davon 808 Weltpriester und 934 Ordenspriester. Schwerpunktländer, aus denen die ausländischen Priester stammen, sind Indien und Polen. Da sich die katholische Kirche als »Weltkirche« – also internationale Kirche – versteht, ist der gegenseitige Kontakt und Austausch der Katholiken (ob Laien oder Priester) verschiedener Nationen selbstverständlich und

 

wird vom Papst auch gefördert (z. B. durch die Einrichtung des »Weltjugendtags«). Ebenso wie ausländische Priester nach Deutschland kommen, gehen also auch deutsche Priester ins Ausland.

 

Auch interessant: Deutsche Priester im Ausland.

 

Das ist der Grund: „Seelsorge für deutschsprachige Katholiken, um  den eigenen Glauben im Ausland in der Muttersprache leben zu können.“

 

Das Katholische Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat die Aufgabe, Seelsorge für deutschsprachige Katholiken anzubieten, die aus den unterschiedlichsten Gründen im Ausland leben, manchmal nur Wochen, manchmal auf Dauer. Für viele spielt dabei die Möglichkeit, den eigenen Glauben im Ausland in der Muttersprache leben zu können, eine wichtige Rolle. Das Auslandssekretariat gibt es seit 1921. Ursprünglich nur für Auswanderer gegründet, hat es inzwischen noch eine Reihe anderer Personen im Blick, wie zum Beispiel Touristen oder die sogenannten »Expatriates«, also Menschen, die häufig mit ihren Familien von ihrer Firma ins Ausland geschickt werden. Weltweit an ca. 120 Orten in 57 Ländern ist das Katholische Auslandssekretariat vertreten, darunter mit Gemeinden in Sydney, Paris oder São Paulo.“

http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Allgemein_-_Zahlen_und_Fakten/AH_263.pdf

 

Export-Pfarrer im Ausland

 

Der EKD ist die Betreuung deutschsprachiges Christen, die im Ausland leben, ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Auf der Webseite der EKD ist folgendes zu lesen:

 

„Rund 1,5 Millionen evangelische Deutsche leben im Ausland – für ein paar Jahre oder für immer. Der eigene Beruf, der des Partners und manchmal auch Fernweh haben sie von zu Hause fortgeführt. In den mit der EKD verbundenen deutschsprachigen evangelischen Gemeinden im Ausland finden sie eine religiöse und kulturelle Heimat.

 

In den Gemeinden wird, wie in Deutschland auch, gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Hier erfahren Menschen Begleitung in allen Situationen des Lebens und erhalten Unterstützung, Beratung und Seelsorge. Besonders beeindruckend ist, wie sehr sich in der Fremde lebende Evangelische selbst im Gemeindeleben engagieren.

 

Die deutschsprachigen Gemeinden im Ausland pflegen die ökumenische Zusammenarbeit und bilden eine Brücke zu den Kulturen im Gastland. Es gibt sie auf allen Kontinenten: in Rom wie in Rio, in Kapstadt wie in Kuala Lumpur. 

 

Im Jahr 2015 hat die EKD in 89 deutschsprachige Gemeinden 108 Pfarrerinnen und Pfarrer entsandt – darunter 19 Ehepaare, die sich jeweils eine Stelle teilen. Darüber hinaus arbeiten auch pensionierte Theologinnen und Theologen mit.“

https://www.ekd.de/statistik/ausland.html

 

Für Muslime gilt offensichtlich: "Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe." Der Lateiner würde sagen: Quod licet Iovi, non licet bovi.

 

Wir von der DML sagen: Hier stimmt was nicht! 

 

 

إِنَّا للهِ وَإِنَّـا إِلَيْهِ رَاجِعونَ

 

"Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück." (Koran 2:156)

 

Der größte Boxer aller Zeiten, eine Legende des Sports und viel mehr noch ein Vorbild an Menschlichkeit und ein Verteidiger der Schwachen und Bedrängten, ist heute von uns gegangen. Wir trauern um Muhammad Ali.

 

Möge Allah, der Erhabene, sich seiner Seele annehmen

und ihn in Seine Barmherzigkeit einschließen!